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Zentrum für Gender und Diversität

Reverse-Mentoring ist neu gestartet!

Durch die Unterstützung der Abteilung I/10, Gender Mainstreaming/Gleichstellung und Schule des bmbwf ist es möglich: re-ment kann im Schuljahr 2018/19 mit vier Partnerschulen weitergeführt werden!

Diesmal werden 60 SchülerInnen in das Projekt aufgenommen. Die aktuellen Daten von EIGE (European Institute for Gender Equality, 2016), die in Europa ein Verhältnis von 82 % männlichen und  18 % weiblichen IT ExpertInnen aufzeigen, sprechen dafür, auch in dieser Runde den Fokus wieder entschieden auf die Teilnahme von Mädchen zu legen. Es ist jedoch geplant, vor dem Hintergrund einer gendersensiblen didaktischen Herangehensweise, heuer auch interessierte Buben ins Projekt aufzunehmen.

Reverse-Mentoring-Modell

In dieser neuerlichen Durchführung von re-ment bauen wir zentral auf dem Modell auf, das im Rahmen des Pilotprojekts entwickelt wurde.

Sabine Zauchner-Studnicka, 2017

Als eine Spezialform des Mentoring stellt Reverse-Mentoring diesen klassischen Ansatz auf den Kopf: SchülerInnen übernehmen die Rolle von MentorInnen in den IT für ihre LehrerInnen, welche wiederum die Rolle von Mentees einnehmen. Damit bietet dieses Konzept eine neue und innovative Perspektive in der Gender- und Technologiedebatte, indem es nicht auf vermeintliche Defizite von SchülerInnen in den IT fokussiert, sondern auf deren zweifellos vorhandene Kompetenzen und Ressourcen in diesem Bereich. Das Konzept – ein in Unternehmen mittlerweile sehr häufig angewandtes Personalentwicklungsinstrument – wurde im Rahmen des Pilotprojekts [1] an den schulischen Kontext angepasst und erfogreich durchgeführt. Es steht nun als Modell für die Nutzung im Bildungsbereich zur Verfügung.

KoordinatorInnen-Workshop

Der KoordinatorInnen-Workshop am 14. September im Future Learning Lab Wien stellt den Startpunkt für den Programmablauf im laufenden Schuljahr dar. In den nächsten Wochen werden die SchülerInnen mit systemisch-konstruktivistischen Coachings auf ihre neue, ungewöhnliche Aufgabe als MentorInnen vorbereitet. Vor dem offiziellen Start der Durchführung Anfang Oktober findet das Matching, die Passung der MentorInnen mit ihren Mentees statt. Im Mentoring-Prozess wiederum wird die gegenseitige, face2face- oder online-Unterstützung eine wesentliche Rolle spielen. Re-ment wird im Juni 2019  mit einer großen gemeinsamen Abschlussveranstaltung schließen. Wir werden laufend berichten…

[1] FEMTech Kooperationsprojekt koordiniert von MOVES-Zentrum für Gender und Diversität in Kooperation mit der  Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

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